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Donnerstag, 12. Juli 2007

Endlich das Ende von der ED-Media 07

Lange nicht dazu gekommen, hier auch nur einen Satz zu veröffentlichen. Nicht mal gute Gründe, bin nach der Konferenz mit einem kleinen Umweg zurück nach Seattle gefahren, um dann mit Air France wieder nach Hamburg zu fliegen. Die Vorträge am Donnerstag und Freitag der Konferenz (wo ich nach meinen Vorträgen entspannter zuhören konnte) waren wieder von gemischter Qualität. Aber einiges gelernt, auch was man nicht machen sollte :-). Besonderes Lob geht an die geringe Ausfallquote, selbst hatte nur zwei Vorträge nicht hören können. Gerade am Freitag sehr ungewöhnlich.

Der Tag hat mit der Keynote von Bebo White aus Standford begonnen und schöne Einsichten in die Web 2.0 Welt präsentiert. Aufstehen hat sich sehr gelohnt, wenn auch 8:30 für eine Konferenz zu früh ist. Immerhin ist der "Socializing" Aspekt wichtig und selten früh zu Ende. Naja, mit Starbucks im Foyer kann man auch das hinbekommen. Im Komtrast zu vielen Gesprächen, die ich vorher auf der Konferenz geführt hatte (wobei es mehr oder weniger um die Vielfalt und nahezu unbegrenzen Möglichkeiten im Web geht), sieht er den Bedarf nach mehr Automation in vielen Anwendungen. Gut, 1.000.000 Treffer sind nicht wirklich sinnvoll und die wenigsten Nutzer nehmen sich die Zeit, mehr als die ersten 2-3 Seiten der Ergebnisliste anzuschauen. Aber ob es die Aufgabe von Google sein sollte, die vermeintlich "richtigen" Ergebnisse zu finden oder ich mich doch durch die Ansammlung von Links klicken sollte, ist bei Zeiten zu klären. Wichtiger wäre es vielleicht, die Nutzer zu schulen, die Tools richtig zu nutzen und je nach Bedarf vielleicht auch mal eine andere Seite als Google zu konsolidieren. Oder Suchanfragen richtig zu stellen; siehe hierzu auch die unzähligen Videos auf den ganzen Tauschseiten (Suchanfrage, danke an Ehrensenf) Und leider muss ich feststellen, dass ich auch in den Google-Sog gezogen werden. Habe heute endlich mal iGoogle aktiviert. Personalisierte Anzeige von Informationen auf der Startseite: Kalender, Termine, Wetter, Google Translate usw. Eine sehr lange Liste von Modulen ist verfügbar, immerhin kann man mehrere Tab aufmachen. Und dank der Wetteranzeige muss ich mich am Schreibtisch nicht mal mehr umdrehen, um den aktuellen Zustand des Regens in Erfahrung zu bringen. Hmmm, momentan könnte man auch sagen, dass es konstant regnet.



Die anschliessende Diskussion zur Keynote habe ich leider nur zum Teil verfolgen können, weil ich unbedingt einen anderen Vortrag hören wollte. Welcher aber dann der war, der nicht stattgefunden hat. Die Diskussion war gut und hat die Frage nach der Beeinflussung durch Web-Dienste angesprochen. Wenn Inhalte im Hintergrund geändert werden, wie kann ich als Nutzer darauf reagieren? Realisiere ich die Änderung überhaupt bewußt. Kann ich immer feststellen, was passiert oder bin ich nur noch Opfer und uneingeschränkt dem Willen der Autoren von Webseiten ausgeliefert. Vielleicht sollte man ein Experiment machen (welches bestimmt schon durchgeführt wurde), bei dem Passagen und/oder Bilder kontinuierlich modifiziert werden (ohne Mitteilung an den Nutzer). Mit welchen neuen Informationen wird die Seite verlassen? Wie reagieren die Nutzer, wenn Sie die Änderungen beim Lesen wahrnehmen? Was wird dann aufgenommen.

Ein letzter Kommentar zur Postersession: Musste hier (leider) beim Poster bleiben, weil erstaunlich viele kamen und mich zu meinen Vorträgen ausgefragt hatten. Dabei wäre ich doch gerne rumgelaufen und hätte mir die anderen Poster angeschaut. Wichtiges Highlight war die Anbringung des Posters, welches aus einzlenen DIN A4 Blättern bestand. "Patchwork of Learning" wäre ein besserer Titel gewesen ... Aber hinterher ist man immer schlauer. Bin aber froh, dass es nur kurze Nachfragen gab, warum ich kein DIN A0 Papier genommen habe und wir dann doch über Inhalte reden konnte. (PS: Den "Best Poster Award" habe ich so leider nicht gewinnen können, hier muss ich mich beim nächsten Mal bemühen.

Nächster Blog kommt bestimmt, werde dann über meine Begegnung mit dem Wal, der Rückfahrt und vielen anderen spannnenden Themen beschäftigen :-)

Donnerstag, 28. Juni 2007

Strange Drinks

Karamelbrause Zur INFORMS 2006 war das ganze noch mit einem anderen Flavour versehen (leider so schrecklich, dass ich mich mal mehr daran erinnern kann/mag). Jetzt hat Pepsi sich für Caramel entschieden. Wasser mit Geschmack, weil mehr scheint nicht enthalten zu sein. Da ist der Drink von Farilee noch richtig gut, dort traut man sich noch, einen Sprizer Fruchtsaft beizugeben. Wobei das ganze mehr als Warnung aufgemacht ist und wohl auch sein soll. Nich das man im Land der deep fried Coke noch das Gefühl von Vitaminen bekommt und nachher noch gesund lebt.

Grapefruit von Fairlee

ED-Media

Kurzer Bericht von der Konferenz. Okay, schon zwei Tage vorbei, aber durch eigene Vorträge nicht wirklich zum Bloggen gekommen. Wie erwartet schwankt die Qualität der Vorträge von "wäre ich doch lieber im Cafe geblieben" bis "überzeugend und auf keinen Fall verpassen". Themen gehen Richtung "social networks", multi-media integration, being networked, blended learning, web 2.0" und natülich muss jeder Second Life erwähnen. Btw., bin selbst auch als Tyke McMillan unterwegs, aber nur sporadisch, weil die Blue Screens nicht immer zeitlich in die Welt der Präsentation und Arbeit passen. Und ein Neustart braucht schon seine 5 Minuten. (Letzter Absturz war in der Postersession). Echt super, aber so konnte ich wenigstens mein "Patchwork-Poster" nutzen (gleich mehr dazu).

Second Life: Ständig erwähnt und auch mehrere Talks hierüber gehört. Der Weg zum virtuellen Web/Web 3.0/3D wird leider nur selten eingeschlagen. Und in der 2 Stunden Session bin ich fast eingeschlafen, immerhin bekomme ich gerade immer wieder Komplimente, dass ich scheinbar - und zu meinem Bedauern nicht mal bewusst - den wertvollsten Kommentar gemacht habe. "We talked about Avatars, Chatting, Sitting around a fire, building objects. When do we stop talking about new clothing and start with options for e-learning beyond things that can be done in the current Internet and Web 2.0". Naja, da dort die Ideen fehlten und meine Ansätze der demonstrativen, interaktiven Umsetzung von Algorithmen nicht unbedingt aufgenommen wurde, blieb es bei einer seichten Berieselung mit bekannten Fakten. Warum hat man nur so wenig Zeit und kann nicht mal schnell ein Buch verfassen?

Vorträge liefen gut. Erstaunlich gut und sehr gute Kommentare. Sollte sagen, dass insbesondere bei unseren Tools (Dirk und Oliver seien hier angesprochen) es wichtig wäre, den Beta-Status zu verlassen und ein Produkt zu erstellen. Aber dann wäre wir wieder bei dem Thema Zeit. Der Vortrag
Increasing Acceptance and Motivation by Using Virtual and Interactive Learning Modules and Further e-Learning-Strategies within Large Classes
war alleine durch Erfahrungsberichte gut gelaufen, hinterher interesante Gespräche gehabt, auch wichtige Kommentare "Do not mention this to my dean that large classes can be handled without TAs". Zweiter Vortrag (How to Improve Visualization of Information within Web-Sites?) war der Raum zumindest bei mir voll. Und die SmartBars-Idee scheint einen Markt zu haben. Auf der NL2002 waren wir wohl noch vor der Zeit gewesen, wo man Struktuierungsmaßnahmen benötigt.


Genug des Eigenlob :-). Was kann man sonst noch berichten? Sehr interessante Personen kennengelernt. Unter anderem Jon Dron, den ich schon auf der E-Learn 2005 in Vancouver getroffen hatte. Und beim "Bonk Dinner Meeting" eingeladen worden, wobei Curtis Bonk nicht teilnehmen konnte. Das Restaurant Bridges kann man empfehlen, die Suites im Sheraton ebenfalls. Gemütlicher Ausklang des Abends und erste Berichte über Perth und Australien bekommen (different story, differnt blog entry).


Fähren sind hier eher klein und niedlich



Terry and Don











Mal hoffen, dass es heute nachmittag qualitativ wieder besser wird. Nach der Keynote von Terry Anderson war meine Wahl nicht immer so toll. Mag nicht noch mal hören, dass Web 2.0 die Nutzung von Google Maps und Video eine tolle Sache ist :-).

Dienstag, 26. Juni 2007

ZipTrek

Vor zwei Wochen hat mir das ganze noch nichts gesagt, aber dank Ehrensenf (8. Juni 2007) wurde ich auf etwas in der Nähe von Vancouver aufmerksam. Und ich hatte ja einen Tag zur Anpassung an die Zeit einplanen müssen. ZipTrekking ist laut dem Guide eine Form, die Natur zu erleben und mit mehr Verständnis wieder nach Hause zu gehen. Stimmt, wobei wohl der Spassfaktor doch einen großen Anteil hat.


Erfunden in Südamerika von den Forschern, die sich in den Baumkronen aufhalten und schnell von einem Ort zu einem anderen kommen wollen. Hierzu haben sie (Stahl)Seile gespannt, an denen sie mit dem richtigen Equipment langrollen können. Auch wenn in Whistler noch "untouched ancient coastal temperate rainforest" besteht, so sind dort keine Forscher in den Baumkronen unterwegs (gibt aber ähnliche Touren). Die Seile gibt es dennoch und aktuell wurden 10 Stück zwischen zwei Bergen über einen kleinen Wildbach gespannt. Die große Tour (eagle) beinhaltet die 5 langen Strecken.

Wie kann man sich das ganze Vorstellen. Eigenlich wie die Dinger auf dem Spielplatz, wo man auf einem Reifen oder so sitzt und an einem Seil über eine kurze Strecke fährt , um am anderen Ende unsanft gegen eine "Bremse" zu fahren. In Whistler größer, höher und schneller (laut Guide über 150m und bis zu 90km/h schnell).



Kleiner Beweis, dass ich trotz meiner Bedenken mit 90 in >50m über einen Wildback zu fahren, die Sache durchgezogen habe, kann man hier sehen:





Sonntag, 24. Juni 2007

Willkommen

Endlich. Ein eigener Blog. Ob es sinnvoll ist, wird sich zeigen. Auch ob ich viel schreibe? Jedenfalls war der Plan schon lange da und der aktuelle Wolkenbruch war der finale "Auslöser". Musste mich kurz unterstellen, weil ich nicht wusste, inwieweit ein Stoffdach den Mytos mit dem Faraday-Käfig aufhebt. Aber die Anzahl der Blitze war doch zu hoch und keine Lust gehabt, Experimente durchzuführen. Jedenfalls habe ich dann bei
spiegel.de gelesen, dass an den deutschen Hochschulen ein Mangel an modernen Web 2.0 Anwendungen wie z.B. Weblog besteht. Sei hiermit für die Uni Hamburg um 1 erhöht. Obwohl ich lieber Folien hätte machen sollen.

Regen und Hagel sind vorbei. Stoffdach hält zumindest die Körner mit zum Teil >1cm aus. Blitz nicht in Erfahrung bringen können. Und ich fahre weiter zur ED-Media 2007. Drückt die Daumen, dass der Blog Bestand haben wird.